Modeschmuck
Der bezaubernde Muschelschmuck war früher meist eine Seltenheit, weil er oft nur ein Mitbringsel aus dem Urlaub war. Heute ist er noch genauso begehrt und geschätzt, aber das entscheidende ist, man muss ihn nicht mehr aus dem Urlaub mitbringen, sondern kann ihn bequem von zuhause bestellen.
Beliebte Schneckenhäuser zur Verarbeitung von Modeschmuck stammen von der Turbanschnecke, der Napfschnecke, der Tigerkauri und der Kegelschnecke. Die Schnecken haben große Populationen, deshalb können die Schneckenhäuser in Massen an Stränden aufgesammelt werden, ohne die Artenvorkommen zu schädigen.
Immer beliebter wird auch Schmuck aus versteinerten Schnecken und Muscheln, da jedes Schmuckstück ein Unikat ist, und ein ganz besonderes Geschenk ist.
Schnecken und Muscheln zählen zu den häufiger vorkommenden Fossilien, da sie schon seit Jahrtausenden
auf unserer Erde vorkommen und meist am Meeresboden oder an feuchten schlammigen sauerstoffarmen Stellen leben.
Man findet sie als Steinkerne sehr häufig mit gut erhaltenen Gehäusen. Manche Schichten, vor allem aus der Kreidezeit und dem Teritär, enthalten besonders viele Schnecken und Muschelgehäuse. Häufig begenet man an den Fundorten auch Spuren Ihrer Tätigkeit, z.B. Kriechspuren.
Kegelschnecken haben ein spiraliges, stark kegelförmiges Gehäuse. Der letzte Umgang der Spirale verjüngt sich stark von der Spitze abwärts und verdeckt die vorherigen Umgänge des Gewindes.
Die Mündung ist spaltartig schmal mit einem kleinen Ausschnitt für den Siphonalkanal im unteren Bereich.
Sie sind Raubtiere, die sogar kleine Fische erbeuten können. Bei der Jagd verwenden sie einen kleine Harpune mit sehr starkem Gift, die sich aus einem Zahn der Radula entwickelt hat.
Die Radula der Kegelschnecken hat nur diesen einen, nadelspitzen Zahn, der hohl ist und mit einer
Giftdrüse in Verbindung steht. In einer Tasche befinden sich Reservezähne, da die Harpune, die
durch den Rüssel in die Beute „geschossen“ wird, verloren ist.
Jährlich sterben etwa 10 Menschen durch den Stich einer Kegelschnecke.
Die Kegelschnecke ist wegen ihres schön gemusterten Gehäuses als Schmuck sehr beliebt.
Napfschnecken sind typische Meeresschnecken, die sessil auf Steinen oder Korallen leben. Auf der Oberfläche sind strahlige Rippen ausgeformt. Die konzentrischen Linien weißen häufig ein bräunliches Farbmuster auf, weshalb Sie auch als Schmuck sehr begehrt sind.
Erstmal erschienen Napfschnecken in der Kreidezeit und kommen bis heute sehr häufig vor.
Besonders im Südpazifik findet man das Gehäuse der Napfschnecke am Strand.
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